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Rommerskirchen: Othello darf nicht platzen

zuletzt aktualisiert: 21.10.2006 - 12:01

Rommerskirchen (NGZ). Evinghoven (S.M.) Das runde „Geburtstagsjahr“ des Theaterverein „Gillbachbühne“ geht zu Ende wie es sich gehört - nämlich mit den Proben für das neue Stück. Nachdem die Truppe um Bühnenleiter Herbert Schroers Anfang Januar ihren 20. Geburtstag mit 13 Sketchen von Loriot gefeiert hatte, steht Anfang 2007 wieder eine Komödie auf dem Spielplan, für die vor wenigen Tagen die Proben begonnen haben.

Die Komödien der Gillbachbühne sind Kult - und sollen es bleiben. Die Laienschauspieler proben für ihre neues Stück. Foto: NGZ
Die Komödien der Gillbachbühne sind Kult - und sollen es bleiben. Die Laienschauspieler proben für ihre neues Stück. Foto: NGZ

„Othello darf nicht platzen“, lautet der deutsche Titel des Stücks von Ken Ludwig, das im englischen Original „Lend me a tenor“ - Leih mir einen Tenor - lautet. „Es reißt die Leute vom Hocker“, sagt Herbert Schroers bereits voller Vorfreude.

Von der Resonanz, die das Stück beim Publikum hervorruft, hat er sich vor einigen Jahren beim befreundeten Theaterverein „Thalia“ Sindorf ebenso überzeugen können, wie vor nicht allzu langer Zeit bei den Profis im Düsseldorfer „Theater an der Kö“. In Wien gar steht der Dauerbrenner mit Otto Schenk in der Hauptrolle des Tenors „Tito Merelli“ seit eineinhalb Jahrzehnten auf dem Spielplan des berühmten „Theaters in der Josefstadt“.

Spielt das Originalstück 1934 in einem Hotel in Cleveland, wird dieGillbachbühne es behutsam aktualisieren: Statt in den 30-er Jahren im „Hotel Sweet“ soll sich das Spektakel in der Gegenwart abspielen und zwar im Kölner „Hotel am Dom“.

In dem turbulenten Zweistundenstück mit viel Musik - für das entsprechende Playback wird gesorgt sein - spielt ein Ehekrach ebenso eine wichtige Rolle wie Verdauungsprobleme und die Verwechslung von Tabletten. Der zweideutige Titel „Othello darf nicht platzen“ spielt sowohl auf das Völlgefühl des Maestro, wie auf den drohenden Ausfall der berühmten Verdi-Oper an, in der eigentlich niemand anders als „Tito Merelli“ die Hauptrolle singen kann.

Ausgesucht wurde das Stück wie immer nach dem Kriterium, „wer mitspielen möchte“, sagt Herbert Schroers, der seit gut einem Jahrzehnt Vorsitzender des Theatervereins ist. Als Regisseur Helmut Schmitz den Mitgliedern der „Gillbachbühne“ seine aktuelle Stückwahl präsentierte, konnte er gewiss sein, mit der Rollenbesetzung nicht die geringsten Probleme zu bekommen - ist dem Ensemble die Komödie doch aus eigener Anschauung bestens bekannt.

Besetzt ist sie mit acht männlichen und fünf weiblichen Rollen, während sich die verbleibenden 19 Mitglieder des 32-köpfigen Theatervereins rund um die Bühne nützlich machen werden. Regie führt wie immer Helmut Schmitz, dem sein bewährter Dramaturg Helmut Heckenbach zur Seite steht.

Geprobt wird einstweilen donnerstags und samstags, ehe Anfang Dezember die heiße Phase der Vorbereitungen beginnt. Dann nämlich kann in der Turnhalle an der Widdeshovener Straße die Bühne aufgebaut und somit unter „Live-bedingungen“ geprobt werden.

Aufgeführt wird „Othello darf nicht platzen“ wenige Tage nach Neujahr. Die Premiere steht am Freitag, 5.Januar, ins Haus. Weitere Termine sind am 6. und 7. Januar sowie eine Woche später am 12. und 13. Januar.

Da die Karten für die Vorstellungen der Gillbachbühne stets wie warme Semmeln weggingen, sollten sich die Fans des Theatervereins schon einmal den 17. Dezember als Vorverkaufstermin vormerken.

Quelle: NGZ


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