Rommerskirchen (NGZ). Rommerskirchen Die vom Planungsausschuss verschobene Entscheidung über das Wirtschaftswegekonzept der Gemeinde wird am kommenden Donnerstag, 8.Mai nachgeholt. Die Verwaltung zog ihre Beratungsvorlage zurück, weitere Gespräche sind geführt worden, aus denen der CDU-Fraktionsvorsitzende Hubert Pane den Eindruck gewann, dass „die Verwaltung von ihrer absoluten Bevorzugung des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) zugunsten der Vorstellungen der Landwirtschaft abrückt“.
Angesichts schon seit langem zurückgehender Investitionen und knapper Finanzmittel ist aus der Sicht der CDU eine „akzeptable Verteilung an die einzelnen Gruppen“ nötig: Dies sieht die Union angesichts des bisherigen Vorschlags der Verwaltung nicht für gewährleistet. Von den 120 000 Euro, die für die Wirtschaftswege zur Verfügung stehen, „sollen bei vorsichtiger Schätzung allein rund 90 000 Euro für Projekte ausgegeben werden, die der Verwaltung vom ADFC vorgeschlagen wurden“, merkt Hubert Pane kritisch an. Für die Landwirte blieben nur 30 000 Euro, „die dafür auch noch deutlich erhöhte Grundsteuern zahlen müssen“, so Pane.
Der Vorschlag der Wirtschaftswegekommission sei nicht einmal zur Diskussion gestellt worden, worin Pane eine „Missachtung des Fachgremiums“ sieht, die „nicht hinnehmbar“ sei. Pane verweist darauf, dass die Untere Landschaftsbehörde des Rhein-Kreises Neuss von der Gemeinde ein abgestimmtes Radwegekonzept sowie Ausgleichsmaßnahmen bei einer Vollversiegelung von Wirtschaftswegen verlange. In der Verwaltungsvorlage sei davon nichts zu sehen: „Ohne diese Unterlagen kann die Politik nichts Endgültiges entscheiden.“ Die CDU-Fraktion tritt dafür ein, dass zunächst die von der Wirtschaftswegekomission vorgeschlagenen Maßnahmen verwirklicht werden: Dabei geht es um die Verlängerung der Wyckgasse in Richtung Deelen, einen Wirtschaftsweg in Villau sowie um die „Kaiserroute“ in Anstel. Die Gesamtkosten lägen bei 84 000 Euro.
Ferner sollten nach Auffassung der CDU Gelder für die Asphaltierung des Wegs an der Rommerskirchener Tennisanlage und des Seniorenzentrums bewilligt werden. Gleiches könnte laut Pane für die Verlängerung des Heimcheswegs in Eckum gelten. Für beide Maßnahme müsste die Verwaltung mit dem Restbetrag von 36000 Euro auskommen. „Wir trauen der Verwaltung zu, den rechnerischen Überhang von 4000 Euro durch ihr Verhandlungsgeschick einzusparen“, meint Pane mit Blick auf die den Haushaltsansatz leicht überschreitenden Kosten.
„Die CDU hat mit der Verwaltung im Rahmen der Haushaltsberatungen eine Absprache zur Selbstbeschränkung zur Rettung unserer Finanzen abgestimmt. Auch wenn sich eine von der SPD geführte Mehrheit nicht zu dieser Selbstbeschränkung durchringen konnte, halten wird an dieser Linie fest und erwarten Gleiches auch von der Verwaltung“, erklärt Hubert Pane. Zu dieser Linie gehört für ihn ausdrücklich nicht „die Ausgrenzung des für unsere Gemeinde unverzichtbaren Berufsstands der Landwirte. Ohne Landwirtschaft keine Kulturlandschaft, ohne Bauern kein Brot.“
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