Rommerskirchen (NGZ). Rommerskirchen (jkr-) Mit großen Brimborium hat die Gemeinde Mitte Januar bis Ende 2010 schnelles Internet in Rommerskirchen angekündigt. Mithilfe von Fördermitteln durch die Bezirksregierung sollen 90 Prozent der Kosten gestemmt werden, um in Deelen, Evinghoven, Oekoven, Ueckinghoven und Widdeshoven den flotten Netzzugang zu ermöglichen. Das, sagt ein in Dormagen ansässiger Anbieter von Funk-Internet, sei nicht möglich.
Winfried Kiebel von ICA-Media meint: "Da wir bereit sind, das Breitband ohne Kosten aufzubauen, ist kein Marktversagen vorhanden." Somit könne es keine Förderung für den Ausbau geben. In einem Punkt bei den Voraussetzungen für die Antragstellung wird in der Tat der Nachweis gefordert, "dass kein potenzieller Netzbetreiber Breitbanddienste ohne Zuschuss anbietet (Marktversagen)". Könnte das schnelle Internet in Rommerskirchen noch scheitern?
Bernd Sauer, Dezernent bei der Gemeinde, lässt sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen. "Die Entscheidung fällt am Ende die Bezirksregierung." Er hält es für fragwürdig, dass das ICA-System alle Punkte erfüllt: "Service, Umsetzbarkeit und Kosten für die Verbraucher müssen erfüllt sein." Zudem müsse ein Komplettpaket Internet/Telefonie angeboten werden können.
Die Bürger warten derzeit sehnlich auf das schnelle Internet: In einem ersten Schritt war der Bedarf mit einer Briefaktion geprüft worden. Von 1018 von der Gemeinde verschickten Briefen kamen über 30 Prozent zurück. In der kommenden Woche soll mit der Markterkundung begonnen werden. Sauer ist hoffnungsvoll, dass sich in der anschließenden Ausschreibung die Wettbewerber um den Auftrag schlagen. "Die Telekom ist rege geworden", so Sauer. Auch Unity Media, UMTS-Varianten mit einem Internetstick oder eben ICA könnten zum Zug kommen. "Wir sind für jeden Anbieter offen", sagt Sauer.
Die staatliche Beihilfe für den Netzbetreiber durch die Bezirksregierung ist auf 200 000 Euro je Einzelvorhaben beschränkt. Bei einem Fördersatz von 90 Prozent ergibt dies eine mögliche Höchstförderung von 180 000 Euro. Das ist auch der Betrag, den die Gemeinde anvisiert.
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