Rommerskirchen (NGZ). Oekoven (S.M.) In Nettesheim gibt es an der Pfarrkirche St. Martinus bereits einen „Schützenpark“ - ob es auch in Oekoven dazu kommt, bleibt bis auf Weiteres offen: Auch wenn Bürgermeister Albert Glöckner sich jetzt persönlich bei der Generalversammlung der St.-Sebastianus-Bruderschaft einfand, um das Projekt zu erläutern, konnte er zumindest momentan noch keinen Erfolg verbuchen.
Im Vereinslokal „Zum alten Posthorn“ diskutierten die rund 60 anwesenden Schützen zum Teil recht temperamentvoll, ohne dass jedoch bereits eine Entscheidung gefallen wäre. „Da die Bruderschaft nach demokratischen Regeln geführt wird, wurde eine Abstimmung vertagt“, so Brudermeister Wolfgang Kuck, der gleich vorab bedauert hatte, „dass in der Anbahnungsphase nicht der Vorstand direkt zu diesem Thema angesprochen wurde.“
Erfahren hätten er und seine Kollegen von dem Vorhaben der Gemeinde „erst auf Umwegen und über Dritte“, erklärt Kuck. In der Diskussion kristallisierten sich zwei Problempunkte heraus, die offensichtlich nach Auffassung der Schützen noch nicht ausgeräumt werden konnten. Da der Schützenpark sich in der Nähe des Friedhofs und des Kirmesplatzes befinden soll, wirft dies bei den Schützen die Frage nach der Zukunft ihres Festgeländes auf.
An einer Veränderung der mittlerweile sowohl für die Bruderschaft als auch für die Anwohner zufriedenstellenden Lösung besteht bei den Schützen kein Interesse. Zu den weiterhin offenen Fragen gehört die Intensität der Pflege durch die Bruderschaft und womöglich damit einher gehende Kosten. Nicht abschließend beantwortet ist Wolfgang Kuck zufolge auch die Frage einer etwaigen Ausweitung oder Verlegung des Kirmesplatzes.
Wie der Brudermeister betont, verweigere sich der Vorstand einem Projekt „Schützenpark“ keineswegs, wobei er dem Plan durchaus „positive Seiten abgewinnen kann. Dennoch muss eine Zusage wohlüberlegt sein.“ Nach Kucks Worten gilt es „hier schließlich ein Projekt mit Auswirkung auf nachfolgende Generationen anzugehen.“
Die Übernahme der von der Gemeinde angestrebten Grünflächen-Partnerschaft solle immerhin in einer sich über mehrere Jahre erstreckenden Vereinbarung festgeschrieben werden. Was das weitere Prozedere angeht, sollen die Züge der Bruderschaft noch einmal intern beraten und dann den Brudermeister über das Meinungsbild informieren. Wolfgang Kuck mag der Entscheidung nicht vorgreifen: „Ich setze großes Vertrauen in die Schützen, dass sie sich - wie gewohnt - für das Wohl der Allgemeinheit entscheiden.“
Die Gemeinde Rommerskirchen sähe in einem „Schützenpark“ einen „Gewinn für Oekoven“, wie Dr. Elmar Gasten unter Hinweis auf die seit geraumer Zeit geübte Praxis in Nettesheim erklärt. Es gehe um „ein anspruchsvolles Projekt im Rahmen der aktiven Bürgerschaft“, das sich nur umsetzen lasse, „wenn alle an einem Strick ziehen“, so Dr. Gasten. Kämen die Schützen zu der Auffassung, dass es sich um ein sinnvolles Vorhaben handele, „kann man sich über die Ausprägung noch einmal unterhalten.“
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