Sanierungsarbeiten (NGZO). Für den Abschluss der Sanierungsarbeiten fehlen Ehrenamtlern noch rund 2000 Euro
Anstel (S.M.) Im Sommer des vergangenen Jahres haben einige Mitglieder der Ansteler St. Sebastianus-Bruderschaft auf Initiative von Peter Mahr, dem Ehrenpräsidenten und Seniorenbeauftragten der Schützen, damit begonnen, die Segensstation an der Bundesstraße 477 wieder in Schuss zu bringen. Ein Projekt, das sich zu einem mehrjährigen Vorhaben zu entwickeln scheint. Damit im Frühjahr wieder engagiert an die bisherigen Ergebnisse angeknüpft werden kann, machte Mahr das Denkmal jetzt gemeinsam mit Regimentschef Theo Nix, Heinz Spaar, Kaspar und Willi Allroggen und Heinz Bytomski "winterfest".
Die Sommerblumen wurden entfernt, Winterstauden gepflanzt. Gleichzeitig wurden die Böschungen begradigt und neu gestaltet. Darüber hinaus hat der "Bautrupp" ein 1000 Liter-Fass für das die Böschung hinunterfließende Regenwasser in den Erdboden eingearbeitet. Demnächst soll noch ein schmiedeeisernes Gitter das Kreuz umgeben: Angefertigt hat es Aloys Odenthal, der für die Anbringungen gleichfalls auf tatkräftige Unterstützung hofft.
Der mehrstündige Arbeitseinsatz war auch jetzt wieder überaus schweißtreibend. "Es ist immer wieder bedeutend mehr Arbeit als man vorher denkt", blickt Peter Mahr auf die vergangenen 15 Monate zurück, die die Renovierung der Segensstation bereits dauert. Denn neben der eigentlichen Instandsetzung ist auch der Aufwand für die Pflege hoch, wie den engagierten Schützen inzwischen bewusst geworden ist. Wurde zunächst die Bepflanzung erneuert – die eher untypischen Tannenbäume sind seither nicht mehr zu sehen – galt es dann die Treppe und die Steinfläche in Schuss zu bringen.
Letztere wurde komplett neu verlegt. – Den letzten Arbeitsschritt soll dann die eigentliche Sanierung des aus dem 19. Jahrhundert stammenden Kreuzes bilden. Wann diese in Angriff genommen werden kann, bleibt zunächst jedoch einmal offen. Der einfache Grund: Zurzeit fehlt es am nötigen Geld. Kostenvoranschläge wurden eingeholt, 3000 Euro haben Mahr und seine Mitstreiter – unter anderem aus Mitteln der Bezirkskonferenz – bereits beisammen, dennoch werden momentan noch weitere 2000 Euro benötigt, um das Projekt abschließen zu können.
In eigener Regie haben die Schützen schon einmal den bisherigen Ölanstrich entfernt, der schlichtweg "Gift" für das Sandsteinkreuz gewesen sei, wie Peter Mahr sagt. Die Abnahme der unsachgemäßen Ummantlung wurde mit ausdrücklicher Billigung der Oberen Denkmalschutzbehörde in Pulheim-Brauweiler vorgenommen, mit der Mahr die Sanierungsaktion abgestimmt hat. Einstweilen müssen er und die übrigen Helfer des Bautrupps sich damit bescheiden, halt das Nötigste für die Instandhaltung des Kreuzes zu tun. "Wir müssen sehen, wo wir das nötige Geld herbekommen", beschreibt Mahr die momentan wichtigste Aufgabe, nachdem die Segensstation die kalte Jahreszeit jetzt gut überstehen dürfte.
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