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Rommerskirchen: Sommer-Biathlon ein Volltreffer

VON SEBASTIAN MEURER - zuletzt aktualisiert: 07.09.2010

Rommerskirchen (NGZ). Neben dem traditionellen Entenrennen wollen die Eckumer Bürgerschützen mit dem Sommer-Biathlon eine weitere sportliche Gaudi etablieren. Der Auftakt verlief verheißungsvoll.

Stehend schießen ist schwierig – auch mit einem Lasergewehr. Präsident Friedhelm Müller half selbstredend gerne den Damen beim Zielen. Foto: M. Reuter

Wer beim Biathlon neben dem obligatorischen Gewehr bisher immer nur eine feste Schneedecke und Langlaufskier im Sinn hatte, muss umdenken: Statt der Skier genügen auch Schusters Rappen. Kommt dann noch die nötige Schießapparatur dazu, sind alle Voraussetzungen für einen Sommer-Biathlon erfüllt. Den gibt es inzwischen schon seit gut 30 Jahren, wie Cornelius Jorg weiß, der dafür gesorgt hat, dass diese Sportart auch in Eckum Premiere feiern konnte. "Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht", sagt der professionelle Trainer aus Dortmund, der selbst vom "klassischen" Biathlon kommt und jetzt auf der Festwiese am Steinbrink für das nötige Equipment sorgte, wo der erste Sommer-Biathlon seinen Lauf nahm.

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Mehr Spaß mit "Skikes"

"Der Spaßfaktor" soll beim Sommer-Biathlon dominieren. Gleichwohl könnte sich Friedhelm Müller vorstellen, das Spektakel auf der Festwiese durch den Einsatz so genannter "Skikes" zu professionalisieren. Skikes sind eine Mischung aus Inline-Skates, Rollskiern und Rollern und so auch für unwegsames Gelände geeignet.

Um pfiffige Ideen sind die Eckumer Bürgerschützen selten verlegen, wie das inzwischen traditionelle Entenrennen auf dem Gillbach beweist, das im Frühjahr sämtliche Teilnehmerrekorde gebrochen hat. Im Radio hat Präsident Friedhelm Müller davon erfahren, dass sich Biathlon auch ohne Schnee betreiben lässt. Cornelius Jorg hatte Original-Schießstände mitgebracht, wobei der Wettbewerb angesichts der verwendeten Lasergewehre völlig gefahrlos verlief.

Insgesamt 80 Teilnehmer machten mit, neben den Eckumer Bürgerschützen war auch ein Zug aus Neuenhausen mit von der Partie. Am Bayerhof vorbei die Kastanienallee entlang ging es zunächst auf die 500 Meter lange Piste. "Fußkranke" konnten sich auch mit 100 Metern begnügen, ehe ganz stilecht zunächst im Stehen geschossen wurde. Danach mussten die Biathleten nochmal 500-Meter laufen, ehe sie liegend ihre Zielsicherheit erproben konnten.

Für die Newcomer hatte Jorg das Ganze weniger schwer gemacht. Wird beim regulären Biathlon auf eine Distanz von 50 Meter geschossen, musste der Laserstrahl sein Ziel lediglich über zehn Meter hinweg finden. Sportlichste Einheit des Bürgerschützenvereins ist offenbar das Tambourkorps, dessen Mitglieder sich bei mehreren Wettbewerben behaupten konnten. Wobei diese keineswegs bierernst genommen wurden, auch wenn das eine oder andere Fass Bier als Belohnung winkte. Insgesamt konnten sich die Eckumer Schützen über 200 Besucher freuen. Mit dem Entenrennen konkurrieren kann der Sommer-Biathlon damit zwar noch nicht, "doch haben wir auch beim Entenrennen klein angefangen", zeigt sich Vizepräsident Dietmar Kutz zufrieden mit der Erstauflage. Dass weitere folgen sollen, ist ausgemachte Sache: "Der erste Samstag im September soll zu einem fixen Termin in Eckum werden", sagt Kutz: "Fürs Erste verbuchen wir es jedenfalls als vollen Erfolg."

Quelle: NGZ

 
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