Rommerskirchen (NGZ). Der Gutshof Barbarastein hat sich als Drehort für Fernsehproduktionen etabliert. Bastian Pastewka und Anke Engelke waren zu Besuch, auch die "Soko Köln". Die NGZ hat sich mit Gutsbesitzer Lothar Weitz unterhalten.
Rommerskirchen Natürlich Spargel, das königliche Gemüse! Lothar Weitz (58) schaut ein wenig verwundert. Der Blick sagt: Was sonst könnte ich hier anbauen? Der Besitzer des Gutshof Barbarastein auf der Grenze zwischen Rommerskirchen und Dormagen trägt sein graues Haar lang und lockig, ein rotes Einstecktuch zum grünen Pullover und beigefarbene Cordhose. Er könnte ohne Probleme auch den Gutsbesitzer in einer ZDF-Romanze mimen. Und die Verbindung zum Fernsehen ist gar nicht mal so weit hergeholt.
Der Gutshof Barbarastein präsentiert sich im Internet neuerdings als "Location" für Foto-, Film- und Fernsehaufnahmen. Neu ist das für Lothar Weitz und seine Familie nicht. "Die ,Soko Köln' ist hier gedreht worden, Verbotene Liebe, auch Anke Engelke, Bastian Pastewka und Linda de Mol waren schon hier", sagt der Gutshofbesitzer, ein ruhiger, freundlicher Mann.
Kontakt
Stellflächen für Autos und Lastwagen sind auf Gut Barbarastein ausreichend vorhanden. Zudem verfügt das Anwesen über Starkstrom- und Wasseranschlüsse.
Weitere Informationen im Internet unter www.gut-barbarastein.de, per E-Mail: info@gut-barbarastein.de oder unter Tel. 0 21 83/ 390.
Seit 1980 bewirtschaftet Lothar Weitz das ehemals elterliche Gut, das sich schon bei der Einfahrt auf den Hof als romantisches Kleinod präsentiert. "Ich kämpfe hier ständig gegen den Zahn der Zeit", sagt Lothar Weitz. Unablässlich renoviert, repariert und restauriert er an dem 1850 entstandenen Gut. Er tritt vor die weiße Haustür, die mit einem Löwenkopf als Türklopfer ausgestattet ist. Ruhe umschließt hier den Besucher. Weitz glaubt auch, dass diese Ruhe als Plus von den Fernsehteams verbucht wird. "Fragen Sie mal den Tonmeister", sagt Weitz und lächelt, während seine zwei Hunde durch die Räume wuseln. Mit Tieren hat auch die Fernsehkarriere des Gutshofs begonnen. Für die Sendung "Tier hoch vier" wurden auf Barbarastein Vogelspinne, Nilpferd, Skorpion, Wolf und Elefant vorgestellt. "Der stand hier im Hof", sagt Lothar Weitz – und gibt zu: "Es macht mich ein wenig stolz, wenn die Fernsehteams immer wieder zu uns kommen."
Auf der Rückseite des Hauses erstrecken sich Wiesen. Kirchbäume, Ahorn und Eschen wachsen hier. Neben dem Spargel baut die Familie Getreide, Zuckerrüben und Raps an. "Auf guten Böden wird angebaut, auf schlechten Holz gepflanzt", sagt Weitz. Besonders imposant ist die Scheune gegenüber dem Wohngebäude, ein hoher Raum mit Holzboden, Kamin und einem langen Tisch. Jeder Regisseur könnte hier perfekt die Ritter der Tafelrunde filmisch in Szene setzen. Zahlreiche Geweihe hängen an der Wand. "Die stammen aus der Zeit meines Landwirtschaftsstudiums", erklärt Weitz. Er habe damals ein Praktikum auf einer Farm in Südwestafrika absolviert.
Auch heute noch zieht es Weitz, der auch selbst einmal als Statist von einem Regisseur eingesetzt worden ist, nach Südafrika. Welche Rolle er gespielt hat, überrascht nicht: "Einen Gutshofbesitzer."
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