Rommerskirchen (NGZ). Rommerskirchen Wie können Sportvereine und Unternehmen in Rommerskirchen voneinander profitieren? Welchen Werbeeffekt können selbst kleine Vereine im Gemeindegebiet für Betriebe haben?
Gerhard Heyner, Vorsitzender der erst vor kurzem gegründeten Wirtschafts- und Mittelstandsvereinigung der CDU in Rommerskirchen, hatte den Vorsitzenden des Kreissportverbundes, Dieter Welsink, Sportreferent Martin Limbach und Günter Debets, Vorsitzender des Gemeindesportverbandes, zu einer kleinen Reise durch das Gemeindegebiet eingeladen, um über diese Fragen zu diskutieren. Ziele waren die Sporthallen und -plätze im Gemeindegebiet.
Erstes Fazit: „Rommerskirchen ist in der sportlichen Basisversorgung sehr gut aufgestellt“, sagt Welsink. Leistungssport spiele in der Gemeinde nicht die entscheidende Rolle, dafür sei der soziale Aspekt wichtig. Das ehrenamtliche Engagement sei sehr hoch. „Trotzdem muss das Ziel sein, noch mehr Menschen in Bewegung zu bringen“, meint der Chef des Kreissportbundes. Denn mit rund 3500 Mitgliedern in zwölf Vereinen liege Rommerskirchen unter dem Kreisdurchschnitt.
Mehr Menschen zu erreichen, koste jedoch Geld, und das hätten weder die Vereine selbst, noch die Kommunen im Überfluss. Deshalb müssten sich die Vereine Partner in der Wirtschaft suchen und Unternehmen davon überzeugen, dass Sponsoring keine Einbahnstraße sei, sondern dass sie selbst Werbeeffekte für ihre Produkte oder Dienstleistungen nutzen könnten.
„Es müssen nicht immer Gazprom und Schalke 04 sein“, so Welsink. Gerade in ländlicher strukturierten Bereichen könne auch ein kleinerer Sportverein mit hoher Identifikation seiner Mitglieder und emotionaler Bindung durchaus attraktiv für die Gewerbetreibenden vor Ort sein.
„Hier geht es nicht wie in der großen Wirtschaftswelt darum, Marken zu platzieren, sondern einfach um Kundenbindung“, erklärt Welsink. Denkbar wäre als Auftakt beispielsweise ein Sportfest, bei dem sich Unternehmen und Vereine gemeinsam präsentierten. Auch über die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen - Schützen oder Karnevalisten - müsse gesprochen werden, um die Sporthallen besser auszulasten.
Eine gute Zusammenarbeit bestehe bereits zwischen den Sportvereinen und den Grundschulen in der Gemeinde - besonders im Bereich der Offenen Ganztagsgrundschule, betonte Debets. Diese Kooperation müsse ausgebaut werden, um auch über die Grundschulzeit hinaus mehr Mitglieder zu gewinnen. „Uns fehlt die Gruppe der 15- bis 40-Jährigen“, so Debets. Außerdem sei es wichtig, die Bereiche Seniorensport und Prävention auszubauen.
Die Sporthallen seien in gutem Zustand, so das Urteil der Experten. An den Sportplätze an der Gillbachschule und in Hoeningen seien in den nächsten Jahren Investitionen notwendig.
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