Frixheimer Kreuzkirche (NGZO). In der Frixheimer Kreuzkirche erinnern Gedenkplaketten an alle verstorbenen Mitglieder
Frixheim (S.M.) Als eine Gemeindeversammlung der evangelischen Kirche im August 2007 für eine freiwillige Kirchgabe plädierte, um angesichts der sich noch verschärfen Kirchensteuerausfälle die nicht nur finanzielle Eigenständigkeit der Gemeinde zu sichern, stand eines fest: Ungeachtet aller denkbaren Sparmaßnahmen, sollte die Frixheimer Kreuzkirche in jedem Fall erhalten bleiben.
Vergangenes Jahr wurde ein neues Konzept für die 1955 erbaute Kirche erarbeitet, das offensichtlich voll aufgegangen ist, wie Pfarrer Thomas Spitzer und Küsterin Christine Schmitz berichten. Im Sommer wurde das Dach des ersten protestantischen Gotteshauses am Gillbach überhaupt erneuert und mit einer modernen Wärmedämmung versehen. Derzeit bekommt die Kirche einen neuen Innenanstrich, der Ende November, wobei die Arbeiten Ende November beendet sein sollen.
Der größere Stellenwert, den die evangelischen Christen der lange Zeit vollends im Schatten der Eckumer Samariterkirche stehenden Kreuzkirche beimessen, lässt sich jedoch keineswegs allein daran ablesen. Ein überaus erstaunliches Ergebnis, für das Thomas Spitzer in der Region nichts Vergleichbares einfiele: Entgegen dem landläufigen Trend konnte die Zahl der Gottesdienstbesucher im ersten Halbjahr 2009 gegen dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs glatt verdoppelt werden.
Dies hängt nicht allein damit zusammen, dass es auch mehr Gottesdienste in Frixheim gibt. Besonderer Anziehungskraft erfreuen sich die an jedem zweiten Sonntag im Monat abgehaltenen Familiengottesdienste, die etwas unkonventioneller verlaufen als sonst. Nach der Verlesung des Evangeliums folgt nicht die sonst obligatorische Predigt, vielmehr diskutieren die Erwachsenen über den soeben gehörten Text. Für die mitgebrachten Kinder gibt es während dieser Zeit – etwa eine halbe Stunde lang – ein eigenes Programm, bei denen Christine Schmitz ihnen den Kern des Gehörten auf kindgerechte Weise vermittelt. Zum Vaterunser, den Fürbitten und dem Schlusssegen sind dann wieder alle gemeinsam im Kirchenraum, in dem anschließend auch Abendbrot gegessen werden kann. Was Christine Schmitz besonders freut: "Es sind auch Leute darunter, die wir vorher in Frixheim noch nicht gesehen haben."
Neu angebracht worden sind in der Kreuzkirche jetzt Gedenkplaketten, auf denen sich die Namen aller verstorbenen Mitglieder der seit 1961 eigenständigen Gemeinde finden. Weniger der Tod als eine zentrale Aussage des christlichen Glaubens steht bei der gewählten Überschrift im Mittelpunkt: Den Auerstanden der Evangelischen Kirchengemeinde Rommerskirchen", ist da zu lesen. Ein Gedenkgottesdienst für die Verstorbenen soll am Totensonntag, 22. November gefeiert – und dann institutionalisiert werden, und zwar "um Ostern herum", wie Thomas Spitzer betont.
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