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Exportweltmeister: Deutschland verliert Titel an China

zuletzt aktualisiert: 09.02.2010 - 14:53

Düsseldorf (RPO). China hat Deutschland im Krisenjahr 2009 den Rang des Exportweltmeisters abgelaufen. Die deutschen Ausfuhren brachen mit minus 18,4 Prozent so stark ein wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik. Nach der neuen Statistik exportiert China nun mehr Waren als jedes andere Land.

Zum Jahresende zeigte sich in Deutschland jedoch eine Erholung mit einem Plus von 3,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Das veranlasste den Branchenverband BGA zur Einschätzung, dass die deutsche Wirtschaft "das Gröbste überstanden" habe.

Die deutschen Ausfuhren beliefen sich im Gesamtjahr 2009 auf umgerechnet 1,121 Billionen US-Dollar. Das Reich der Mitte exportierte nach Angaben des chinesischen Handelsministeriums dagegen Waren im Wert von 1,202 Billionen Dollar. Nach den vorläufigen Ergebnissen des Bundesamtes wurden im vergangenen Jahr aus Deutschland Waren im Wert von 803,2 Milliarden Euro ausgeführt und damit 18,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Einfuhren brachen um 17,2 Prozent auf 667,1 Milliarden Euro ein. Auch dies war der stärkste Rückgang seit 1950.

Der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Anton Börner, zeigte sich dennoch zuversichtlich. Aus allen Teilen der Welt sei im Dezember die Nachfrage nach deutschen Produkten gestiegen. "Dass wir den Titel des Exportweltmeisters an China weiterreichen, bereitet uns kein Kopfzerbrechen", erklärte Börner. "Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft wird auf lange Jahre auch unser Wachstum und Arbeitsplätze in Deutschland sichern."

Deutlicher Einbruch im Handel mit EU

Die Versendungen in die Staaten der Europäischen Union verringerten sich im Gesamtjahr 2009 um 19,1 Prozent auf 503,5 Milliarden Euro. Die Importe sanken um 15,9 Prozent auf 431,0 Milliarden Euro. Die Ausfuhren in Länder außerhalb der EU brachen um 17,1 Prozent auf 299,7 Milliarden Euro ein. Waren im Wert von 236,1 Milliarden Euro wurden von dort eingeführt, 19,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die deutsche Außenhandelsbilanz schloss im Jahr 2009 mit einem Überschuss von 136,1 Milliarden Euro ab. Im Jahr 2008 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 178,3 Milliarden Euro betragen.

Im Dezember 2009 setzte die deutsche Exportwirtschaft ihren Erholungskurs fort. Der Wert der Ausfuhren lag erstmals seit Oktober wieder über dem des Vorjahresmonats. Die Statistiker verzeichneten binnen Jahresfrist ein Plus von 3,4 Prozent auf 69,0 Milliarden Euro. Die Wareneinfuhren nach Deutschland beliefen auf 55,5 Milliarden Euro, 6,5 Prozent weniger als im Dezember 2008. Kalender- und saisonbereinigt nahmen im Dezember 2009 die Ausfuhren um 3,0 Prozent und die Einfuhren um 4,5 Prozent gegenüber November 2009 zu.

Noch keine vollständige Entwarnung

Börner erklärte, für eine vollständige Entwarnung sei es jedoch noch zu früh. Der anhaltende Rückgang bei den Importen, vor allem aus Übersee, weise darauf hin, dass sich "große Teile der Wirtschaft noch in einer Art Leerlauf befinden". Es müsse nun alles dafür getan werden, den Aufschwung im Export zu fördern und zu stabilisieren. Die Verbesserung der Finanzierungsbedingungen werde dabei "auch in den nächsten Monaten das wichtigste Thema bleiben".

Quelle: APN/felt

 
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willi07 | 09.02.10 15:38 (1/10)
Ob der Herr Entwicklungsminister Niebel
immer noch einen Bedarf sieht, dem Exportweltmeister Hunderte Millionen Euro Entwicklungshilfe in den Rachen zu werfen? Ich der Souverän sage nein. Herr Niebel, geben Sie mir und den anderen...
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hannes1950 | 09.02.10 11:46 (2/10)
piatgillan
Ich kann nur sagen, ganz schön blauäugig. Wer lässt denn in Billigländern produzieren in seiner unendlichen Raffsucht und baut hier Arbeitsplätze ab, damit bloß keine Kaufkraft für teurere deutsche...
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Maluma | 09.02.10 11:46 (3/10)
Haben ja die'' Experten''
vorausgesagt. Was mich wundert, warum bekommen die noch 600Mio € Entwicklungshilfe von Deutschland? Unsere verantwortlichen Politiker sind doch echt mit nen Klammerbeutel gepudert.
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