GM-Europa-Chef: Bochum und Kaiserlautern bleiben Opel-Standorte
Düsseldorf (RPO). Die Werke Bochum und Kaiserslautern bleiben nach Angaben des Europa-Chefs von General Motors, Nick Reilly, wichtige Standort für den Konzern. Reilly sagte am Dienstag nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, Jürgen Rüttgers und Kurt Beck, wörtlich: "Bochum und Kaiserslautern werden auch in Zukunft wichtige Standorte für General Motors bleiben." Unterdessen ist der Verkauf der GM-Tochter Saab geplatzt.
Es gebe einen bereits mit den Mitarbeitern abgestimmten Langfristplan für die Zukunft des Werks. An diesem wolle sich GM bei der Sanierung von Opel orientieren. Im Zuge des Unternehmensumbaus könnte es zu einem freiwilligen Ausscheiden einiger Mitarbeiter in dem Werk kommen, sagte Reilly. Die langfristige Zukunft der Beschäftigten an dem Standort hänge von der Entwicklung des Marktes ab.
Beck sagte, es gebe eine reale Chance das Komponentenwerk in dem Bundesland zu erhalten. Über eventuelle Staatshilfen für den Autobauer wolle das Land entscheiden, nachdem GM den gesamten Sanierungsplan für Opel präsentiert habe. Die Landesregierung sei bereit alles in ihrer Macht stehende zu tun, um das Werk zu erhalten.
Reilly bestätigte noch einmal, dass in Europa rund 20 Prozent der Kapazitäten abgebaut werden sollen. Und das bedeute auch die Streichung von 9000 bis 9500 Stellen. Die Details des Restrukturierungsprogramms würden am Mittwoch den Arbeitnehmervertretern vorgestellt.
Zur Zukunft der anderen deutschen Opel-Standorte wollte er sich nicht äußern. Die Entscheidung, Bochum weiterzuführen, basiere auf wirtschaftlichen Kriterien, und sei im langfristigen Interesse von General Motors.
Kredit vollständig zurückgezahlt
General Motors hat den deutschen Überbrückungskredit für Opel von 1,2 Milliarden Euro derweil komplett zurückgezahlt. Dies teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin mit. Die letzten Mittel von GM seien am Dienstag eingegangen. Merkel betonte, es sei richtig gewesen, für Opel eine Brücke zu bauen.
Die letzte Tranche betrug nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" 400 Millionen Euro. Mit dem Kredit war der angeschlagene Autobauer Opel an Pfingsten vor der Pleite bewahrt worden.
Insgesamt belief sich der Kreditrahmen auf 1,5 Milliarden Euro. Opel nahm dem Bericht zufolge davon in der Spitze 1,2 Milliarden Euro in Anspruch. Dafür seien 28 Millionen Euro an Zinsen fällig geworden.
Mit der Zahlung der letzten Rate könne die Opel-Treuhand aufgelöst werden, bei der 65 Prozent der Firmenanteile für einen Investor geparkt worden waren. Die Beteiligung falle nun an GM zurück. Opel gehöre damit wieder komplett dem US-Konzern.
Die Treuhand diente aber auch dazu, dass keine deutschen Staatshilfen zu GM abfließen konnten. Für mögliche neue Finanzhilfen aus öffentlichen Kassen, auf die GM hofft, entsteht somit ein zusätzliches Problem, wie die Zeitung weiter schreibt. Denn es gebe zunächst keine Institution mehr, die einen Geldabfluss in die USA verhindern könne.
Käufer von GM-Tochter Saab macht Rückzug
Das skandinavische Automobilunternehmen Koenigsegg will die General-Motors-Tochter Saab nicht mehr kaufen. Das teilte der schwedische Sportwagenbauer Koenigsegg am Dienstag in Stockholm mit. Saab befindet sich seit dem 20. Februar in Insolvenz. GM hatte mehrfach angekündigt, die defizitäre Marke verkaufen zu wollen.
Die Übernahme von Saab durch Koenigsegg hätte auch die deutsche Marke Opel berührt. Nach der ursprünglichen Vereinbarung sollte der Saab 9-5 künftig nicht wie ursprünglich vereinbart im Opel-Stammwerk Rüsselsheim, sondern im Saab-Werk im schwedischen Trollhättan gebaut werden.
Koenigsegg ist ein kleiner Hersteller von exklusiven und teuren Supersportwagen. Gegründet wurde das Unternehmen 1994 von dem Geschäftsmann Christian von Koenigsegg. Derzeit beschäftigt es 45 Vollzeitkräfte.
...einfach keinen Opel mehr kaufen!
im hübschen föderalistischen Land läuft, werden diese Situation alle verschiedenen Interessengruppen für ihre Zwecke nutzen. Interessant, dass ausgerechnet zwischen den beiden politischen...
.... um Milliarden von Subventionen einzusacken; Besser die Opelaner in Beschäftigungsprogramme stecken. Die können ja die Parks saubermachen - das würde den deutschen Steuerzahler billiger...
























