Biermarkt: Mehr Durst auf Krombacher
Düsseldorf (rpo). Die Privatbrauerei Krombacher hat trotz eines durchwachsenen Sommers 2005 einen neuen Absatzrekord erzielt. Die Brauer konnten ihren Absatz um 0,8 Prozent auf 5,6 Millionen Hektoliter steigern. Somit konnte sich Krombacher gegen den Branchentrend positiv entwickeln. Ganz zufrieden zeigen sich die Siegerländer aber nicht.
Der Umsatz erhöhte sich um 0,8 Prozent auf 526 Millionen Euro, wie Krombacher am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Damit verfehlte die Brauerei allerdings deutlich das selbstgesteckte Ziel eines Wachstums von zwei bis drei Prozent. Zum Gewinn macht das Familienunternehmen traditionell keine Angaben.
Vor allem die Hauptmarke Krombacher Pils schwächelte. Zwar blieb sie nach Unternehmensangaben die meist getrunkene Pilsmarke Deutschlands, doch verringerte sich der Absatz um 3 Prozent auf 4,8 Millionen Hektoliter. Dies spiegele die allgemeine Schwäche des deutschen Biermarktes, hieß es. Tatsächlich behauptete sich Krombacher Pils nach Unternehmensangaben auf dem schrumpfenden Markt sogar noch besser als die Mitbewerber und steigerte seinen Marktanteil von 9 auf 9,1 Prozent.
Dass der Bierbrauer trotz des schwachen Auftritts seiner Stammmarke einen neuen Absatzrekord erzielte, verdankte er vor allem den Neueinführungen der vergangenen Jahre wie Krombacher Alkoholfrei, Krombacher Radler, Krombacher Extra Mild und dem Bier-Cola-Mix Cab, die überwiegend zweistellige Zuwachsraten erzielten. Auch im laufenden Jahr rechnet das Unternehmen deshalb gegen den Branchentrend erneut mit einem leichten Plus.
Dank der inzwischen auf sechs Mitglieder angewachsenen Markenfamilie stieg der Krombacher Umsatz in den vergangenen fünf Jahren um rund 30 Prozent. Seine Exporte ins Ausland steigerte Krombacher im vergangenen Jahr um 3,5 Prozent auf 147.000 Hektoliter. Die Zahl der Mitarbeiter der Brauerei blieb mit 825 unverändert.

























