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Zahlreiche Weltkulturstätten der UNESCO sind bedroht: Gletscher, Gebirge, Küsten und Korallenriffe, selbst historische Stadtzentren. Auch die Innenstädte von London oder Venedig werden laut einer UNESCO-Studie vom Klimawandel nicht verschont.
Der Sagarmatha National Park (Nepal) ist seit 1979 Weltkulturstätte der Unesco. Größte Attraktion ist der weltweit größte Berg, der Mount Everest.
Huascaràn National Park (Peru): Die tropische Gebirgskette in Cordillera Blanca liegt 6.787 Meter über dem Meeresspiegel.
Ilulissat Icefjord (Dänemark) ist er schnellste Gletscher der Welt. Der Fjord ist rund 40 km lang, 7 km breit und bis zu 1200 m tief. Täglich schiebt er sich bis zu 22 m nach Westen
Kilimanjaro National Park (Tansania). Kiliamanjaro ("Schneeberg") ist mit bis 5.895 Meter über dem Meeresspiegel das höchste Bergmassiv Afrikas. 1987 wurde die einzigartige Landschaft von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.
Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn (Schweiz): Ist das größte zusammenhängende Gletschermassiv Eurasiens. Der Lebensraum zeichnet sich durch ökologische und kulturelle Werte aus. Deswegen hat das UNESCO Welterbe-Komitee 2001 der Aufnahme des Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn-Gebietes in die Liste des »UNESCO Welterbe« zugestimmt.
Great Barrier Reef (Australien): Vor der Ostküste Küste Australiens liegt das weltgrößte Korallenriff und wird den Weltwundern der Natur zugerechnet. Es besteht aus einer Kette von über 2.900 Einzelriffen, knapp 1.000 Inseln und unzähligen Sandbänken. Die Fläche des Great Barrier Reef beträgt etwa 347.800 km². Seit 1981 ist es Weltkulturerbe.
Sundarbans (Indien, Bangladesch), zu deutsch "schöner Wald", ist der größte Mangrovenwald der Erde. An der gemeinsamen Grenze von Indien und Bangladesch liegt der 6000 km² große Nationalpark, den die UNESCO 1987 zum Weltkulturerbe erklärte.
Zwischen den Inseln Sumbawa und Flores liegt der Komodo National Park (Indonesien). Er umfasst die drei größeren Inseln Komodo, Rinca und Padar, sowie zahlreiche kleinere Inseln. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Ursprünglich war der Park ein Naturschutzgebiet für den Komodowaran, eine Echse, und wurde 1991 zum Weltnaturerbe.
Erst seit 2004 gehört die Region Cape Floral (Südafrika) zum UNESCO Erbe. Das gesamte Kap-Florenreich (Capensis) umfasst nur ein halbes Prozent der Fläche Afrikas, gilt aber mit nahezu einem Fünftel der Pflanzenarten Afrikas als Region mit der vielfältigsten Flora der Welt.
Ca 60. Kilometer westlich von Sydney liegen im australischen Bundesstaat New South Wales die Blue Mountains. Der Name "Blue Mountains" rührt von verdunstendem Eukalyptusöl her. Der feine Nebel verursacht einen blauen Schimmer, der oft über den Bergen liegt. Ein beliebtes Ziel für Touristen ist die Felsformation "Three Sisters".
Der tunesische Nationalpark Ichkeul wurde 1980 vor allem zum Schutz der bedrohten Vogelwelt eingerichtet und 1980 in die Liste des Kulturerbes eingetragen.
Wet Tropics of Queensland (Australien): Die "Feuchten Tropen"sind eine Naturregion im Nordosten Australiens, an der Küste zum Großen Barriere-Riffs. 8944,2 km² davon wurden 1988 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Das Gebiet umfasst hauptsächlich tropische Regenwälder.
Das Naturschutzgebiet Guanacasste (Costa Rica) liegt im äußersten Norden des Landes an der Grenze zu Nicaragua. Größtenteils aus Weideland und Nebelwald besteht der Park,der 1989 wegen der laufenden Wanderung der Wildtiere zwischen dem Trockenwald auf der Halbinsel Nicoya und dem Nebelwald des Vulkans Orosi zum Schutzgebiet erklärt wurde.
Chan Chan (Peru) war die Hauptstadt des ehemaligen Chimú-Reiches. Als die Spanier das Inkareich eroberten, blieb von der gesamten Chimú-Kultur nicht mehr viel übrig. Die UNESCO erklärte 1988 Chan Chan zum Weltkulturerbe. Derzeit werden die Ruinen aufgrund der durch die Klimaveränderungen immer schwerer werdenden Zerstörungen auf der Liste der gefährdeten Denkmäler geführt.
Ivvavik/Vuntut/Herschel Island (Kanada): Hohe Berge, Nadelwälder, Tundra, riesige Feuchtgebiete und eine arktische Insel machen dieses Gebiet zum Weltkulturerbe.
Chavin Archaelogical Site (Peru). Was Chavín tatsächlich war, ist bis heute unbekannt. Die Anlage gilt als das älteste Steinbauwerk in Peru. Die Steinklötze aus Granit stammen vom Kahuish-Pass und wurden zur Regenzeit herangeflösst. Sie umfasst zahlreiche Gebäude mit diversen Plattformen und Innenhöfen, die zum Teil durch unterirdische Gänge miteinander verbunden sind. Das Hauptgebäude ist eine quadratische Pyramide. Die UNESCO erklärte 1985 Chavín zum Weltkulturerbe.
Die goldenen Berge in Altai (Russland) liegen im südlichen Sibirien, in welchem die wichtigsten Flüsse dieses Gebiets - Ob und Irtych - entspringen. Steppe, Waldsteppe, Mischwald, unteralpine und alpine Vegetationen kennzeichnen das Gebiet.
Historische Städte und Plätze:
London: Westminster Palace, die St. Margarets Kirche, Westminister Abbey, der Tower of London... die britische Hauptstadt hat viele historische Gebäude, die den Namen Weltkulturerbe rechtfertigen.
Die Flutkatastrophe von 1966 hat dem Kulturerbe Venedigs schwere Schäden zugefügt, doch die langjährige Rettungsmaßnahmen für die Welterbestadt dauern an. Seit 1987 ist die Lagunenstadt Weltkulturerbe.
Das historische Zentrum von Krumlov und Prag Als eine der ältesten und größten Städte in Mitteleuropa, die von den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont geblieben ist, ist Prag heute ein attraktives touristisches Ziel. Seit 1992 zählt die Prager Altstadt zum Welterbe der UNESCO.
Timbuktu (Mali): Der ehemalige Handelsstützpunkt Timbuktu (Tombouctou) liegt im Zentrum Malis, etwa 420 km westlich von Gao am südlichen Rand der Sahara. Der einstige Glanz der 20 000 Einwohnerstadt ist heute nur noch zu erahnen. Das Stadtbild von Timbuktu wird seit 1988 zum Weltkulturerbe gezählt.
Qauadi Qadisha (Holy Valley): Das Heilige Tal (Wadi Qadisha) und Wald der Libanonzedern (Horsh Arz el-Rab) gehören zu den wichtigsten frühen christlichen Stätten. Die mächtigen Zedern des Libanon sind bereits in der Bibel mehrfach erwähnt. Trotz ihrer schwer zugänglichen Höhenlage und der weiten Entfernung von der Küste lieferten die Zedernwälder das begehrte Baumaterial für den Ersten und Zweiten Tempel in Jerusalem.